Die Sparkassenstiftung Starkenburg fördert den Deutschunterricht für Zugezogene in Viernheim mit 5.000 Euro.

Viernheim. Deutsch ist bekanntlich eine schwer zu erlernende Sprache. Dass es trotzdem innerhalb weniger Monate gelingen kann, sich auf Deutsch zu unterhalten, das beweisen die Jugendlichen der Intensivklasse der Alexander-von-Humboldtschule. In einem speziell für Zugezogene konzipierten Unterricht wird nicht nur gesprochen und geschrieben, es wird auch immer viel gelesen. Das ist natürlich mit zusätzlichen Kosten verbunden. Um das Projekt weiter anbieten zu können, hat die Sparkassenstiftung Starkenburg eine Spende von 5.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Stiftungsmanagerin Andrea Haaf (r.) überreichte in der Intensivklasse der Humboldtschule eine Spende in Höhe von 5.000 Euro © Othmar Pietsch

 

Für Stiftungsmanagerin Andrea Haaf ist es außergewöhnlich, wie gut die Jungen und Mädchen nach kurzer Zeit die Sprache beherrschen. „Respekt, ich hätte mit einer Fremdsprache in anderen Ländern sicher größere Probleme. Aber Sprache ist das A und O, um sich in einer anderen Gesellschaft bewegen zu können und um Kontakte zu knüpfen. Das passt sehr gut in unser Anforderungsprofil für eine Hilfe.“

Die Sprache lernen, um in einem fremden Land Fuß zu fassen

Auch Bürgermeister Matthias Baaß bestätigt, dass man die Sprache lernen muss, um in einem fremden Land Fuß fassen zu können. „Viernheim bietet durch seine Vereine und die öffentlich zugänglichen Sportangebote wie den Familiensportpark allerdings auch andere Möglichkeiten, die Sprachkenntnisse zu verbessern“, ermuntert das Stadtoberhaupt die Schülerinnen und Schüler dazu, andere Gelegenheiten zu nutzen.

Im Beisein von Vertreterinnen des Fördervereins der Humboldtschule, dem neuen Rektor Thomas Blumenrath und dem stellvertretenden Schulleiter Lutz Ackermann demonstrierten die Jugendlichen ihr Wissen. Alle sind ungefähr 14 Jahre alt, erst zwischen sechs Monaten und einem Jahr in der Bundesrepublik und brachten keine Vorkenntnisse mit. „Natürlich ist es wichtig, das Interesse der Schülerinnen und Schüler zu wecken. Es ist eine Kombination aus Lesen, Sprechen und Bewegung, denn nur Wörter auswendig zu lernen, macht keinen Spaß und ist auch nicht effektiv genug. Wir nehmen immer wieder unterschiedliche Bereiche im Unterricht durch. Zuletzt ging es um Fußball“, schilderten die beiden Lehrerinnen Janina Atak und Jasmin Fatow-Mame die Vorgehensweise.

Viele Vereine und Organisationen mit im Boot

Eigens für die Spendenübergabe hat man sich besondere Weltstars ausgesucht, um deren Lebenslauf und die sportlichen Vorzüge vorzustellen. Zu Cristiano Ronaldo, Lionel Messi und Neymar gab es schließlich viel zu erzählen, natürlich auf Deutsch. Dass fast alle auch selbst gerne dem runden Leder hinterherjagen, war zu spüren. Einige sind sogar schon in Viernheimer Vereinen aktiv. Darunter auch ein Mädchen, das als Torhüterin spielt.

Lutz Ackermann beschrieb das Ziel des Intensivunterrichts. „Wir wollen, dass die jungen Menschen schnellstmöglich in eine Regelklasse übernommen werden können. Voraussetzung dabei sind gewisse Kenntnisse der deutschen Sprache.“ Mit im Boot sind neben der städtischen Jugendförderung auch der Verein Lernmobil und der AvH-Förderverein, die Vereinigung der Freunde und Förderer der Alexander-von-Humboldtschule. Der Förderverein kümmert sich um Anschaffungen, die nicht mit sonstigen Mitteln der Schule finanziert werden können. Eine Grundregel des Vereins lautet, dass nur Anschaffungen unterstützt werden, die vielen oder allen Schülern zugutekommen.

 

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Othmar Pietsch Freier Autor